Neun Zähne verloren – na und?

  • Eishockeyspieler sind schon ein wenig besonders und immer wieder tauchen auch in den sozialen Medien besondere Beispiele auf, die fast alle Sportler anderer Sportarten in einem anderen, weicheren Licht erscheinen lassen.


    Eine ganze besondere Leistung bot an diesem Wochenende Stürmer Keith Yandle von den Florida Panthers. Der 33-jährige Verteidiger gehört zu den besser bezahlten Angestellten (6,35 Millionen Dollar pro Jahr) und zeigte prompt seinem Arbeitgeber, was es heißt, auf die Zähne zu beißen, wenn man diese eigentlich nicht mehr hat.


    Im Spiel gegen die Carolina Hurricanes bekam Yandle im ersten Drittel einen Befreiungsschlag genau auf seine Kauleiste, fuhr mit blutendem Mund vom Eis und musste zunächst auf der Bank behandelt werden. Danach ging die Behandlung weiter in der Kabine der Panthers, wo festgestellt wurde, dass ihm mit einem Schlag neun Zähne verloren gegangen waren.


    Was niemand für möglich gehalten hatte, wurde wahr. Keith Yandle kehrte zurück, weil er im Augenblick auf persönlicher Rekordjagd ist. Er liegt in der „Iron Man Streak“ mit 821 hintereinander durchgeführten Spielen auf Platz fünf. Vor ihm, in absoluter Reichweite befindet sich noch als einziger aktiver Spieler neben Yandle Andrew Cogliano (Dallas Stars). Cogliano begann seine Karriere 2007 in Edmonton und bestritt 830 Spiele in Folge in der NHL.


    Doch zurück zu Keith Yandle. Dieser hat das Ziel, nicht nur Platz vier in dieser hochangesehenen Liste zu erreichen, sondern möchte am liebsten auch noch Doug Jarvis überholen, jenen Rekordhalter, der von 1975 bis 1987 satte 964 Spiele in einem Zug schaffte.


    Keith Yandle jedenfalls ließ sich behandeln und kehrte unter dem Jubel der Fans im dritten Drittel zurück auf das Eis. Doch die Story ging noch weiter. Einen Tag nach der Begegnung gegen Carolina besuchte er seinen Zahnarzt und am Abend ging es wieder auf das Eis, diesmal gegen Buffalo.



    Zuerst erschienen bei Hockeyweb

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